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schlau erleben

auja auf diese rubrik habe ich mich am meisten gefreut, denn mir geht ein Zitat von andrew mccarthy nicht aus dem kopf: desto weiter ich reise, desto näher komme ich an mich heran.

ich strawanze für mein leben gern. bist du des bayrischen dialekts nicht mächtig, erkläre ich dir was sich dahinter verbirgt. im bayrischen wörterbuch lautet die definition wie folgt: „ziellos umherstreifen, sich herumtreiben, streunen, vagabundieren.“ klingt im ersten moment etwas merkwürdig. kommt daher, weil du bestimmt eine person vor augen hast, die räumlich und sozial desintegriert ziellos auf reisen geht, nur mit dem nötigsten bekleidet und auf einer mundharmonika „no roots“ von alice merton spielt.

in der tat, hat mich dieser lebensstil eine ganze zeit lang in seinen bann gezogen. stell dir vor, du reißt alle brücken hinter dir ab, pfeifst auf sicherheit und gehst auf entdeckungsreise ohne auch nur einen leisesten plan zu haben, wohin dich die reise morgen führt. tschüss soziale konventionen. auf nimmer wiedersehen verpflichtungen. hallo unbegrenzte freiheit und willkommen bedingungslose ungewissheit. eine wild, romantische vorstellung. es gibt nur einen haken, ich hänge an meinen verpflichtungen.

ganz im ernst, gewisse sicherheiten benötigen wir alle, nicht wahr? abgesehen davon, bin ich einige verpflichtugen sogar wirklich gerne eingegangen, siehe unsere pelzige gang. hinzukommt, dass selbst ein digitaler nomade ohne eine ausnahme festen wohnsitz angeben, steuerlich erfasst und regelmäßig zur zahnvorsorge erscheinen muss. wer will schon im zeitalter der zahnhygiene auf gesunde, weiße beißerchen verzichten!

nichts desto weniger, habe ich einen gangbaren mittelweg für uns und die pelzige truppe gefunden. die große weite welt erkunden und gleichzeitig rückzug im eigenen scheckenhaus finden. die lösung lautet: franky. franky ist unser treuer und arbeitswilliger fiat ducato, der zu einem wohnmobil umfunktioniert wurde. wenn mich wieder mal das fernweh packt oder ein brückentag zu einem verlängerten wochenende einlädt, packen wir unsere sieben sachen und ziehen los. begeben uns je nach laune und tankfüllung zu steilen klippen, pulsierenden weltstädten oder prähistorischen landschaften. strawanzen 2.0.

fragst du dich wer die pelzige truppe sein soll? rate mal, wen liebe ich noch mehr als den tollsten mann auf der ganzen weiten welt? bingo! unsere flauschigen lakritznasen bibi und daiya. nicht zu vergessen die wilde samtpfotengang kitty, avo und arwen. unsere hunde und katzen.

eigentlich wollte ich an dieser stelle zusätzlich über naturverbundenheit schreiben, aber ich weiß jetzt schon, dass es in uferloser esoterik ausartet. außerdem bieten unsere haustiere bei weitem mehr lesestoff. es wird nie langweilig, glaub‘s mir, niemals.

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