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    social media, lass uns freunde bleiben! offlineprojekt teil II

    tipps für vernünftigen umgang mit social media

    ein vorschlag zum bewussten umgang mit social media, smartphone und co. 

    ertappst du dich selbst wie du stundenlang am smartphone hängst? öfter als dir lieb ist? sweetheart, i got ur back! in meinem vorangegangenen blogpost schrieb ich meine erfahrung zu einer social media auszeit nieder. ebenso teilte ich einige denkanstöße, zum thema soziale netzwerke und wie sie einen negativen einfluss auf uns haben können. wie so oft im leben, ist die online-welt nicht der eigentliche bösewicht. gewohnheiten, zum beispiel, sind es hingegen schon. deshalb gebe ich nun mit diesem beitrag meine tipps und tricks weiter. mit der absicht, den umgang mit sozialen netzwerken, smartphone und der onlinewelt in ein vernünftiges gleichgewicht zu bringen.

    keine chance der miesen gewohnheiten

    first things first, zeichne dir auf ein blatt papier eine timeline. zum beispiel von 6 bis 24 uhr. dieses blatt papier machst du über einen festgelegten zeitraum, am besten eine woche lang, zu deinem treuen begleiter. notiere darauf stündlich, wie oft du dein handy zur hand nimmst. setz jedes mal  ein kreuzchen, wenn du auf dein smartphone schaust. interessant ist es sicherlich, zu wissen, womit du dich beschäftigst. als iphonebesitzer, gibt dir die funktion bildschrimzeit ebenfalls einen guten überblick. mir fiel zum beispiel auf, dass „aufshandygucken“ regelrecht ansteckend ist. kaum zückt der erste sein handy, ziehen im dominoeffekt andere nach. binnen sekunden hängen alle mit gesenktem kopf am display. wann und weshalb greifst du also am häufigsten zum handy? 

    • wenn pushbenachrichtigungen der hauptgrund sind, schlage ich vor, schaltest du sie aus. entweder komplett oder beschränkst nur aufs nötigste.
    • bestimme tägliche „offline zeit“. zum beispiel zwei stunden vorm zu bett gehen oder die ersten stunden am morgen.
    • ebenso empfiehlt es sich eine zeit in der familie oder wohngemeinschaft festzulegen, an der ohne schlechtes gewissen jeder uneingeschränkt aufs display schauen darf.
    • ordne deinem smartphone einen festen platz zu, zb. ladestation. dort legst du es ab wenn du schlafen gehst, arbeitest oder einfach handyfreie zeit einlegst. 
    • versuche, nicht sofort auf das handy zu schauen, wenn du eine nachricht bekommen hast, denn das wird sehr schnell zur gewohnheit. zähle beispielsweise erst bis zehn und triff dann eine bewusste entscheidung: kurz nachsehen oder das beenden, was du gerade tust.

    bompeln für smombies

    mit ihrem ausgeklügelten algorithmus wissen youtube, instagram & co. ganz genau wie sie uns um ihren digitalen finger wickeln. aus „schnell mal den post von xy lesen“ wird „wo bin ich und welches jahrhundert haben wir“. ich erfuhr an eigener haut, wie meine produktivität den bach unterging. jedes mal wenn ich mir dachte „ach ist schon oke wenn ich kurz…“, erlebte ich ein böses wunder. workflow futsch, essen brannte an oder ein schnitt mit dem rasierer (frage nicht!). folgendes dürfte ich gar nicht laut aussprechen, aber ich weiß von einer freundin, deren onkel, dessen nachbar hat mal youtubevideos beim autofahren laufen lassen. dieser wahnsinn kommt von der idee, jede sekunde unseres lebens auszukosten und zu füllen. seis nur das neue video vom lieblingsyoutuber, das man sich schnell in der mittagspause reinzieht. oder email auf dem stillen örtchen beantworten. (gibs zu, du hast es mindestens schon ein mal getan!) um es beim teuflischen namen zu nennen, multitasking. podcast beim joggen, sprachnachricht beim gassi gehen, feed scrollen beim anstehen. es reicht nicht, dass wir uns nicht 100%ig auf eine sache konzentrieren und bewusst erleben. nein, unsere aufmerksamkeitsspanne geht ebenfalls flöten. multitasking am smartphone ist nicht nur für dich und deine umwelt eine schlechte sache (siehe bodenampeln in großstädten) sondern auch für deine produktivität. hier kommt die krux: zwei leichte tätigkeiten sind noch handelbar. allerdings ist unser gehirn nicht darauf ausgelegt sich lange zeit auf etwas zu konzentrieren. das bedeutet, benachrichtigungen sind eine willkommene ablenkung. gehst du der versuchung nach, wirst du in nullkommanix vom sog der onlinewelt verschluckt und als smartphone zombie ausgespuckt. ums salopp auszudrücken, multitasking, vorallem mit smartphone, ist bullshit.

    • für tätigkeiten die deine vollste konzentration verlangen, ist die iphone funktion „nicht stören“ nützlich. so stellst du ein, dass dich im notfall nur ausgewählte kontakte erreichen.
    • stell dir einen timer für deine zu erledigende aufgabe. 45 minuten vollste konzentration, anschließend darfst du deine benachrichtigungen checken.
    • falls dein smartphone diese funktion bietet, setz limits für die benutzung von z.b. sozialen netzwerken
    • schalte ab und zu die farbe deines handydisplays aus (schau dazu unter einstellungen nach). ein smartphone in schwarz-weiß wirkt weniger verlockend.
    • bei der bahnfahrt menschen beobachten, bewusst essen zubereiten oder in aller ruhe genüßlich einen kaffee trinken. erlebe freude am augenblick. mit allen sinnen einen moment genießen und einprägen, statt selfies bzw. fotos mit dem handy knipsen.
    • gehe mit einer freundin oder einem freund spazieren anstatt in die kneipe. im gehen kann man nicht (oder zumindest nicht so leicht) die e-mails checken oder nachrichten schreiben. dadurch bleibt mehr aufmerksamkeit für deinen gesprächspartner und die umgebung.

    seit dem ich google & co. kenne, muss ich nicht mehr selbst nachdenken.

    wie war das nochmal mit dem taschenrechner und kopfrechnen? ahhh, da klingelt was… mit der taschenrechner app etwas kalkulieren ist schneller und bequemer als das eigene hirnschmalz anzustrengen. we know that, we’ve been there! was sind die folgen? fehlende kompetenz! das hirn ist wie ein muskel. wird es oft genug trainiert, speichert und gibt es immer flüßiger auf abruf geforderte informationen wieder. im umkehrschluss, erschlafft das hirn, wenn es nicht entsprechend gefördert wird. warum sollte es im umgang mit online-medien anders sein? kompetenzen wie problemlösung, kreativität oder logisches denken, drohen ebenso wie kopfrechnen verloren zu gehen. frag einen 15-jährigen ob er einen papierstadtplan lesen kann. nope, kann er nicht. schlicht und ergreifend aus dem grund, weil er die adresse lieber ins handy tippt und sich per sprachnavigation zum ziel führen lässt. das ist nur ein beispiel von vielen. auf diese weise machen wir uns unglaublich abhängig von unseren smartphones. dabei frage ich mich, wo der spaß am kreativen denken bleibt. was ist mit der freude am problemlösen und des verlorengehens in einer unbekannten umgebung?

    • nimm dir die zeit dich zu langweilen. vielleicht kommst du auf diese weise auf kreative neue ideen.
    • probiere zuerst eine herausforderung ohne handy/google anzugehen. du wirst schnell merken, wie schön das gefühl von stolz ist, wenn du das problem selbstständig gelöst hast.
    • versuche dich in einer neuen umgebung mit stadtplan oder durchfragen zu recht zu finden. du wirst sehen, wie spannend es sein kann verloren zu gehen. fernab von plattgetretenen pfaden neues zu entdecken.
    • entdecke ein hobby, das ohne smartphone und co. auskommt. z.b.: blumen trocknen, fotoalben gestalten, malen oder zeichnen, gartenarbeit usw. 

    verpass deinem smartphone bzw. social media einen frühjahrsputz

    es war längst zeit für den frühjahrsputz. dafür nutzte ich unter anderem meine socialmedia-auszeit. und welch wunder, stellte ich erneut fest, wie sehr ich ein aufgeräumtes, sauberes heim wertschätze. der frühjahrsputz zwingt mich nicht nur zur ordnung, sondern dinge neu zu bewerten. brauche ich das wirklich? erfüllt es noch seinen zweck? hänge ich aus verkehrten gründen daran? nur logisch war für mich, der drang auch mein smartphone und soziale netzwerke auszumisten und aufzuräumen. den anfang machte das e-mailpostfach. das bedeutete, sich von allen newslettern abzumelden. weiter gings mit dem smartphone. apps löschen, die ich definitiv nicht mehr nutze. zu guter letzt youtube-, instagram- und facebookaccounts entfolgen, die in mir ein schlechtes gefühl hervorbrachten oder nicht mehr länger von relevanz waren. dank diesem akt des „entrümpelns“, oder nennen wir es „befreiens“ klärte sich der blick auf smartphone, soziale netzwerke & co. ich bewertete sie wieder als das, was sie in wirklichkeit sind: werkzeuge. tools die zur kommunikation, inspiration und information dienen. nicht zur realitätsflucht, ablenkung oder der faulheit wegen.

    • melde dich von newslettern ab, die du nicht mehr liest
    • lösche apps, die du länger als drei monate nicht mehr genutzt hast
    • entfolge accounts, die dich nicht mehr länger interessieren bzw. dich unter druck setzen oder negative gefühle in dir hervorrufen

    neue instagram funktionen in planung?

    wenn du dich für einen bewussteren umgang mit sozialen netzwerken usw. entscheidest, ist das ein großartiger schritt. dennoch liegt die verantwortung nicht ausschließlich bei dir. der grund, weshalb pinterest, instagram etc. süchtig machen können, liegt nicht zu letzt daran, dass die plattformen davon leben dich so lange wie möglich zu fesseln. je mehr zeit du aktiv online verbringst, desto mehr werbung konsumierst du. um es aufs simpelste zu reduzieren. im prinzip, ist es den netzwerk-betreibern absolut egal ob du dein offlineleben vernachlässigst. ebenfalls interessiert es sich nicht die bohne, wenn du stress, minderwertigkeitsgefühle oder abhängigkeit entwickelst. ich verfolge aus berufswegen die entwicklung der social media branche. erst kürzlich erfuhr ich über pläne des sozialen giganten facebook, die social media erfahrung ins positive zu rücken. zum beispiel wird in diesem moment in kanada das entfernen der like-zahlen getestet. vorrangig mit der absicht, den sozialen druck von likes auf beiträge herauszunehmen. somit könnte der fokus von zahlen wieder auf hochwertigen content gelenkt werden. das könnte ein angenehmer erster schritt in die richtige richtung sein. das thema mobbing habe ich um ehrlich zu sein wenig auf meinem radar. sowohl im letzten, wie auch in diesem beitrag. aber auch hier möchte facebook & co. etwas tun. ob diese funktionen in den live-modus übernommen werden, versprechen sie allerdings nicht.

    heut ist nicht alle tage ich schreib wieder keine frage

    ich muss ganz ehrlich gestehen, mit den oben genannten lösungsvorschlägen habe ich lediglich an der oberfläche gekratzt. sicherlich gäbe es noch viel mehr, dass man in bezug auf social media etc. in betracht ziehen könnte. um bewusster und vernünftiger mit smartphone, sozialen netzwerken & co. umzugehen. allerdings wird es nicht der letzte artikel zu diesem thema auf meinem blog sein. deshalb möchte ich mit diesem wundervollen zitat aus dem flow-arbeitsheft abschließen. 

    zwar können wir uns nicht von der technik befreien, doch wir sind durchaus in der lage, grenzen zu setzen, auch uns selbst. wir können uns youtube und anderen sozialen medien ausliefen, oder wir können uns auf die suche nach momenten der ruhe, aufmerksamkeit und reflexion begeben. wir können uns mit dem stress abfinden, den es bringt, stets verfügbar zu sein, oder wir können unsere eigenen rhythmen wieder einfordern. – damon young, australischer philosoph

    deine social media-unabhängige schlaumaierin

  • weitere schlauheit in sicht

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